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Wueste

Mirdochegal... Eine Gegend in Texas im postpostfaktischen Zeitalter.

auch: Postorthografismus, Idiokratie; die Antwort des Establishments auf die parallele Semoitik. Unter diesem Label sammeln sich verschiedene simplifikatorische Strömungen, deren Begründungsstrategien auf die Beweisbarkeit anhand von Messgrößen („Fakten“) verzichten. Damit unterscheiden sie sich einerseits von den parafaktischen ("esoterischen") Theorien, deren Verfechter weniger die Tatsachen als die logische Nachvollzierhbarkeit ablehnen. Andererseits ist das Postfaktische von der Parallelen Semiotik und dem Gehirnthalerismus zu unterscheiden:

Während die parallele Semiotik einer guten Geschichte den Vorzug vor einer wahren gibt, sucht der Postfaktizist nach einer passenden, die sich in sein scheinbar kohärentes, nicht nur aus gehirnthaleristischer Sicht völlig verquastes Weltbild einfügt. Der Unterschied ist sehr fein, aber feststellbar, wie folgendes Beispiel zeigt:

Die Behauptung, die Chinesen hätten den Klimawandel erfunden, um über internationalen Druck der amerikanischen Schwerindustrie zu schaden, ist eine ziemlich dämliche Verschwörungstheorie – und ganz klar postfaktisch, denn China hat den Klimawandel länger geleugnet als zumindest die schlauen Amerikaner. Unterstellt man stattdessen den Chinesen, Kohlenstoffdioxid als Klimatoxikum zu brandmarken, um eine Rechtfertigung zu haben, im ganzen Land Kohlenstoffdioxidverpressungskavernen unter der Erdoberfläche zu anzulegen, die aber später dazu benutzt werden, amerikanische Klimaskeptiker zu internieren und bis zum jüngsten Tag schmoren zu lassen, ist das schon bessere Idee und mindestens in der Kategorie Mindfuck für gnadenvolle Erwähnung in den Annalen der parallelen Semiotik geeignet.

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