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Der Doktor rief mich an und bat mich um sofortige Hilfe. Das kann ja was werden, dachte ich mir und versprach, mich sofort auf den Weg zu machen. Wenn Gehirnthaler – nicht eben ein Fall übertriebener Bescheidenheit – um Hilfe bittet, wird kein geringes Problem vorliegen. Ich musste nur noch kurz mein Fahrrad aufpumpen, dann konnte es losgehen.

„Nicht nötig, der Kutscher ist auf dem Weg.“

„Muss ich Werkzeug mitnehmen?“

„Ach wo! Bis gleich.“

Der abwehrende Ausruf „Ach wo!“ hatte fast empört geklungen und ich schluckte kurz. Behandelt man so seine Freunde? Nun gut, wenn man dringende Sorgen hat, ist es vielleicht nicht angebracht, aber verzeihlich, im Ton danebenzugreifen. Schon schellte es: Gehirtnhalers Kutscher.

Bei allem Hang fürs Altmodische war die Kutsche, mit der er mich abholen ließ, an moderne Zeiten angepasst: Hydraulikfederung, Luftstromkühlung – alles von Feinsten. Selbst die Pferde waren durch hippoforme Dampfkraftautomaten ersetzt worden. Gehirnthaler goes Cyberpunk... Ich musste grinsen.

Doktor Gehirnthalers Villa liegt auf einem abgeschiedenen Areal weit am Stadtrand, noch hinter den Hafen- und Industriegebieten. Die Fahrt war keine Sache von fünf Minuten, aber doch endlich. Das Eisengittertor mit dem Schild „Privatklinik – Termine nach Absprache“ öffnete automatisch und als die Kutsche auf dem Hof angelangte, wartete Gehirnthaler schon auf der Eingangstreppe.

Er blickte ernst.

„Du bist der einzige, der mir helfen kann, fürchte ich.“

Das letzte Mal, dass er das zu mir gesagt hatte, war, als einer seiner Patienten, ein europäischer Spitzenpolitiker, nach einer Haartransplantation die psychischen Merkmale des Spenders übernommen hatte und nun zwar jung und knackig aussah, den Abend aber lieber vor der Glotze als mit seinen Bunnies im Bett vergnügte. Mein Vorschlag, ihm die Schamhaare eines Bonobo aufzupflanzen, wurde dann aber abgelehnt.

„Ich bin gespannt und zu fast allem bereit.“ Ohne die Großzügigkeit meines Freundes wäre ich wohl kaum noch am Leben (jedenfalls nicht in dieser Form), daher war mein Angebot nicht übertrieben.

„Komm mit.“ Er führte mich zu Geheimkeller Nummer drei.

Geheimkeller Nummer eins ist das obligatorische Ablenkmanöver: die Kellertreppe hinter dem Wandteppich. In einem kleinen Verschlag sind zwei Kisten mit gefälschten Steuerunterlagen, die unansehnlichen Ergebnisse von offenkundig gescheiterten Versuchen, Scheiße zu Gold oder Blei in Plutonium zu verwandeln, sowie die Mumie des Schoßhündchens. (Wer Gehirnthaler kennt, weiß, dass er wie jeder gebildete Mensch Hunde hasst. Schon dadurch ist der Fake durchschaubar.)

Geheimkeller Nummer zwei ist schon raffinierter. Der Durchgang befindet sich hinter dem Weinregal im Vorratskeller. Hier versteckt der Doktor die guten Weine für ausgewählte Gäste, vor allem vor seinem Personal.

Den Zugang zum dritten Geheimkeller werde ich nicht mal unter schwerster Folter verraten, denn dort hat das Gehirnthaler-Zentrum für angewandte Weltherrschaftfragen seinen Sitz. Hier ist das Ganglabyrinth mit den Laboratorien der Lust, den Behandlungsräumen und Krankenzimmern für unfreiwillige Privatpatienten, der unermesslichen Bibliotheca crytopsychologica, dem Riesencomputer MOGUL II, der gigantischen Orgel, die der Doktor nur aus Nostalgie einbauen ließ und die er – zum Glück! – niemals spielt, und mit vielem mehr.

Auf dem Weg in Raum 10-1 erzählte mir der Doktor, worum es ging: Er hatte, einer alten Marotte folgend, an künstlichem Leben experimentiert. Eigene Geschöpfe sind ein guter Spielplatz für angehende Kosmokraten, entweder als der Manipulation schutzlos ausgelieferte Trainingsobjekte oder als Dienstboten oder zu beiden Zwecken zu verwenden. Gehirnthaler war jedoch keiner, der sich allein damit abgab.

„Ich wollte die galaktische Superrasse züchten, den Homo superior tantaculensis meinetwegen, auf jeden Fall eine Sorte von Kreaturen, die der überholten Menschheit endlich mal ernsthafte Konkurrenz macht.“

„Warum um Himmels Willen denn das, Uri?“

„Ich habe bei eBay drei Retro-Inkubatoren ersteigert, offenbar aus ex-sowjetischen Armeebeständen. Die Russen setzen jetzt wieder mehr auf Kernwaffen und tun's den Amerikanern nach mit ihren Kriegsrobotern und derlei Schnickschnack.“

„Du wolltest also ganz nach dem Motto 'Weil ich es eben kann' ein paar Mutanten züchten, nur um deine neuen Spielzeuge auszuprobieren.“

„Du profanisierst schon wieder, aber im Großen und Ganzen hast du Recht.“

„Und warst du erfolgreich?“

„Teils, teils, und genau das ist mein Problem. Herausgekommen sind nur armselige Monstren, die zur Herrscherrasse nichts taugen und mir als Gehilfen zu peinlich wären. Sie haben sich aber als extrem lebensfähig und -willig herausgestellt. Schau hier.“

Wie es der Zufall wollte, waren wir gerade jetzt vor einer Stahltür angelangt, die mit dem Bio-Hazard-Zeichen geschmückt war. Der Doktor holte einen passenden Schlüssel für das Zylinderschloss aus seiner Kitteltasche. Mit fünfstelligem Code und Magnetkarte entsperrte er den zusätzlichen Sicherheitsbolzen, der die Tür von innen verriegelte.

Dahinter lag das Bio-Labor mit den drei Inkubatoren. Mir wurde schwindelig vor Schauder.

Herzstück der Inkubatoren war ein großes Kunststoff-Gefäß, einem 20-Liter-Weinballon nicht unähnlich; die Nährlösung im Innern wurde dabei ständig auf Druck, Temperatur, Salzgehalt, pH-Wert und weitere chemische Parameter überprüft. Zu diesem Zweck führten aus den dazugehörigen überseekoffergroßen Bakelitautomaten diverse Schläuche und Kabel, an deren Ende sich die Regel- und Messapparaturen befanden, in die Gefäße.

Was mich erschaudern ließ, waren weder die obskuren Maschinen noch die alles andere als kyrillisch aussehende Beschriftung der Regler, sondern die Gestalten, die sich in den Gefäßen befanden. Gehirnthaler hatte drei vollständige Homununkuli erschaffen, die mich schon beim Betreten des Labors mit ihren riesigen Glupschaugen anstarrten. Einer trug bereits eine Brille.

„Uri – “

„Ja?“

„Das ist – wunderbar... geradezu fantastisch!“

„Ich bevorzuge die Bezeichnung 'intelligentes Design'.“

„Und absolut widerwärtig! Wie hast du das gemacht?“

„Ähmmmm...“ Er holte tief Luft und versuchte sein zufriedenes Lächeln zu verbergen, das ihn überkam, wenn man ihm Bewunderung zollte. Problem hin oder her – mindestens ein Teilgrund für mein Kommen war, dass der Doktor mir seine neuen Geschöpfe präsentieren und mich damit beeindrucken konnte. „Ähm... die genaue Rezeptur habe ich mir leider nicht aufgeschrieben. Es sind ja die Ergebnisse meiner allerersten drei Versuche! Hier, die Blondine hier ist herausgekommen, nachdem ich den Heckenschnitt – diesen ganzen verpilzten Buchsbaum aus dem Vorgarten, du weißt schon – und den Inhalt von Tante Ernas Katzenklo gemischt habe. Drei Tage bei 37 Grad, gelegentliche Schwarzlichtbestrahlung, Initialzündung mit etwas Pottasche und fertig.“

„Sieht aus wie Ursula von der Leyen. Vielleicht noch eine kleine Note von Pamela Anderson, aber sonst... war das Absicht?“

„In dieser Form nicht. Oder der hier“, fuhr Gehirnthaler fort. „Fischabfälle, der Aldi-Grappa, den ich zum vorletzten Umzug bekommen habe, eine Tüte Urzeitkrebse und circa fünfundzwanzig Einzelsocken, die die Waschmaschine im Laufe der Zeit ausgespuckt hat. Sieht doch aus wie...“

„Xavier Naidoo“, ergänzte ich.

„Eben. Und dieser: Ich würde ihn Thilo nennen.“

Der Dotor hatte Recht: Die Ähnlichkeit mit dem dem Sarazenen war nicht zu übersehen. „Und woraus ist der gemacht?“

„Das willst du gar nicht wissen.“

„Doch, unbedingt!“

„Ich hab's vergessen. Ich wollte hier neben einigen anderen Zutaten den alten Calvados reintun, habe ihn dann aber doch ausgetrunken. An den Rest kann ich mich nicht mehr erinnern. “

Ich sah schon, dass ich in dieser Richtung nichts mehr aus meinem Freund herausbekommen würde, und es war mir auch gleich, woraus diese abscheulichen Etwasse entstanden waren.

„Warum genau hast du mich gerufen?“

„Ich brauche eine Entscheidung von dir.“

„Eine Entscheidung?“

„Ja, Harry, eine Entscheidung. Kann man diese Wesen auf die Welt loslassen?“

„Wie meinst du das?“

„Soll ich sie dekantieren oder nicht?“

„Du wolltest doch ein paar Monster aussetzen, die der Menschheit Probleme bereiten.“

„Aber doch nicht solche!“

Das leuchtete mir ein. „Was wäre denn die Alternative zum Entkorken?“

„Hier, schau!“

Während unseres letzten Wortwechsels hatte er drei 250-Milliliter-Spritzen aufgezogen und legte nun eine vor jedes Gefäß.

„Salpetersäure. Hier oben durch das Glasventil einfüllen und dann schnell wieder verschließen. Exitus in zwanzig bis dreißig Sekunden. Schneller und schmerzfreier geht’s kaum.“

„Trotzdem nicht nett“, warf ich ein.

„Nein, wirklich nicht. Aber soll die Welt einen zweiten Sarazenen bekommen?“

„Wäre das ein Grund für einen Mord?“ Ich muss fast empört geklungen haben.

„Das ist kein Mord. Er ist ja noch nicht geboren.“

„Aber ein lebensfähiger Organismus...“ Ich stockte.

„Du bist der Ethiker.“ Er präsentierte gleichermaßen abwehrend und entschuldigend seine Handflächen. „Mein Metier ist das nicht. Du triffst die Entscheidung. Deshalb bist du hier. Du brauchst nur zu sagen, ob und gegebenen Falles welches der drei Inkubatorgefäße ich morgen bei der Schadstoffsammelstelle abliefern soll.“

Nun kam ich ins Grübeln.

„Wir wissen nicht, was sich wirklich aus den Wesen entwickelt.“

„Wirklich nicht?“ Uri öffnete einen kleinen Deckel und winkte mich näher heran. „Hör mal zu.“

Ich vernahm ein dünnes Stimmchen aus Pamursulas Tank:

„Kannst du wirklich ein Menschenleben auslöschen? Denke daran: Es sind die Taten, nach denen du gerichtet wirst. Ich dagegen werde von dir beurteilt, was aus mir einmal werden könnte. Findest du das nicht etwas anmaßend?“ Wenn mir etwas verhasst ist, sind es Klugscheißer.

Ich griff zur Spritze, zögerte aber noch etwas. „Was sagen denn die anderen beiden?“

Die Xavier Naidoo-Kopie kam noch fiepsiger rüber, und dabei so nasal-leiernd, dass mir das schon reichte. Bevor ich den Deckel wieder draufsetzte, hörte ich nur noch etwas wie „Ich habe keine Angst vor schwulen Heiden, das Himmelreich ist mir gewiss!“ Dann wog ich die zweite Säurespritze in der Hand...

„Hör dir noch mal den Thilo an“, schlug Gehirnthaler vor.

Der war etwas kräftiger zu vernehmen, schnaufend, röchelnd, aber klar artikulierend: „Wahrscheinlich ist es die Angst vor unpopulären Wahrheiten, weshalb du mich aus der Welt schaffen willst. Vielleicht sollte ich dir noch einmal auf Arabisch erklären, wenn ich die Hoffnung hätte, dass Individuen wie du intellektuell oder qualifiktorisch dazu in der Lage sind, meine Thesen nachzuvollziehen. Mit dem genetischen Rüstzeug eines Kaftanträgers ausgestatt würde ich einen, der die Wahrheit sagt, vielleicht auch hassen...“

Es dauerte fünfzehn Sekunden und von Brille und Bart nichts mehr zu sehen. Nur die Flüssigkeit war noch etwas braun eingetrübt.

„Die anderen beiden überlasse ich dir“, brummte ich und legte die leere Säurephiole auf den Labortisch.

„Hm, na gut. Trotzdem danke bis hierher.“ Der Doktor geleitete mich wieder hinaus und gab dem Kutscher Anweisung, mich nach Hause zu fahren.

Ich war in sehr nachdenklicher Stimmung. War ich ein Mörder? Die Klugscheißerin hatte nicht Unrecht. Irgendwie war es nicht fein, jemanden umzubringen, nur weil er ein mieser Arsch war und Volksverhetzer hätte werden können. Andererseits gibt es genug miese Ärsche auf der Welt und die Frage ist, ob man jedem davon ins Leben verhelfen soll. Ganz korrekt kann man wohl nur sein, wenn man den Homunkulus einfriert und nie wieder auftaut. Dann ist er gleichzeitig Täter und Opfer – Professor Schrödinger hätte seine Freude daran gehabt...

Auf halber Strecke klingelte das Mobi: der Doktor!

„Kannst du noch mal..?“

„Uri, was ist denn nun?“

„Er ist wieder da?“

„Wer?“

„Der Sarazene. Er ist nicht totzukriegen. Ich habe vergessen, den Brutautomaten abzuschalten. Nach fünf Minuten fing es erneut an zu gären. Und der Schnurrbart ist auch schon wieder zu sehen.“

Der Kutscher hatte mittlerweile wieder gedreht und es dauerte nicht lange, bis ich wieder vor dem braunen Gärbottich stand. Mir schwante schon, dass diesmal mehr als nur mein moralisches Urteil gefragt war, denn der Doktor blickte ziemlich ratlos daher. Mich dauerte der Anblick eines Mannes, der sich sonst einen „gesunden Größenwahn“ attestierte und sich nun vor einem Flaschengeist fürchtete.

„Ich wollte es selbst tun und habe einfach den Versorgungsautomaten abgeschaltet und alle Schläuche rausgezogen. Ohne Effekt – Thilo wächst und gedeiht.“

„Und wenn wir jetzt den abgestöpselten Inkubator noch mal mit Säure fluten?“, schlug ich vor, aber Doktor Gehirnthaler zeigte nur verdrossen auf die beiden leeren Phiolen, die eigentlich den anderen beiden Monstren zugedacht waren.

„Organische Gifte, Pechblende, Schwermetalle – das ganze Programm: Alles schon probiert – es macht ihn nur stärker. Er wächst immer weiter, mal mehr, mal weniger schnell. Sogar ein kleiner Thilo ist schon wieder dran...“

„Kein Wunder, wenn die Kreatur selbst zur Hälfte aus Giftstoffen und Katzenurin besteht.“

„Der hier ja nicht“, verbesserte mich mein Freund.

Da fiel mir etwas ein: „Nur mal so ins Unreine gedacht: Hast du es denn damit mal versucht: das, was den anderen Homunkuli das Leben spendet, hier zur Bekämpfung einzusetzen?“

„?!-?“

„Na, jeder dieser Mikromenschen besteht doch aus anderen Stoffen. Vielleicht ist es dann ja gegen die Bestandteile der anderen allergisch.“

Der Doktor dachte nach. „Du meinst, ich soll den Sarazenen mit benutztem Katzenstreu, Buchsbaum, Grappa und alten Socken füttern und sehen, was rauskommt?“

Das ungefähr hatte ich im Sinn gehabt, aber bevor ich dazu kam, zu antworten, hellte sich Gehirnthaleras Gesicht auf. „Ahh – ich hab's! Heidewitzka, das ist es! Hilf mir mal!“

Mein Freund bugsierte mich in eine Seitenkammer, wo eine große, längliche Kiste stand, einer Gefriertruhe nicht unähnlich. Zusammen schoben wir sie ins Labor.

„Uri, was in aller Welt hast du vor?“

„Das ist ein Isolationstank nach Dr. Lilly, genauer gesagt: meine Weiterentwicklung davon. Normalerweise schwimmt man in einer gesättigten Lösung aus LSD darin, kaut kleine Kochsalzpastillen und akkumuliert positive und negative Bioenergie. Das Ding kam aber nie zur Marktreife, weil sich das europäische Patentamt quergestellt hat. Aber nun pass auf!“

Er steckte den Netzstecker in die Steckdose und öffnete den Deckel der Truhe. Dann zupfte er die Schläuche und Sensorkabel aus den verbliebenen zwei Inkubatoren.

„Die brauchen wir wahrscheinlich nicht mehr. Fass mal bitte mit an.“

Gemeinsam hoben wir die drei Inkubatoren an, entleerten sie in den Iso­Tank und stellten die Ballons schließlich auf den geschlossenen Truhendeckel.

„Du hast es getan, Uri!“

„Was getan?“

„Sie dekantiert. Alle drei. “

„Erwartest du jetzt, dass ich Happy Birthday singe?“ Damit füllte der Doktor mit einem Schlauch Wasser in die Ballons und kicherte: „Eine Aspekt meiner Weiterentwicklung ist die Verriegelung von außen – für die ganz speziellen Privatpatienten. Ich fürchte nur, der Mechanismus dürfte nicht lange halten. Das Wasser ist zum Beschweren – nur zur Sicherheit und zur Erhöhung des Evolutionsdrucks.“

Das war tatsächlich nicht die schechteste Idee, denn keine zwei Minuten nach dem Befüllen rumpelte es gehörig in dem Tank. Wir verließen das Labor durch die doppelt gesicherte Stahltür und beobachteten das dort ablaufende Geschehen via LaborCam.

„Du willst also die galaktische Superrasse aus einem Westentaschennazi, einem wandelnden Leierkasten und Mama Uschi kreuzen. Was soll da rauskommen? Kim Jong Un?“

Ich bekam keine Antwort. Gehirnthalers betrübter Blick war endgültig dem irren Flackern gewichen, das man von ihm kannte, wenn er seinen Allmachtsfantasien nachhing. Ich entschuldigte mich und trat den Rückweg an. Der Kutscher hatte schon Feierabend bekommen. Mit etwas Glück würde noch ein Nachtbus fahren.

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