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Der Raum ist abgedunkelt und nur von einigen Kerzen erleuchtet. Bis auf drei orientalische Sitzkissen, die um ein kaum fußhoch gelagertes Metalltablett drapiert sind, sind keine keine Möbel vorhanden. Auf dem Tablett stehen drei etwa fingerhutgroße Tassen, die gut zur Hälfte mit einer dampfenden öligen Masse gefüllt sind, deren Farbe mit Schwarz nur verharmlosend beschrieben wäre. Der Ausdruck Schwarz trifft jedoch auf die Kleidung der drei Gestalten zu, die auf den Kissen sitzen und die Oberfläche ihres Heißgetränks zu hypnotisieren versuchen.

Irgendwo glimmt ein Räucherstäbchen. Es ist spät.

Anaximandripulos: Bin ich ein Mensch?

Imiglykos: Oh ja!

Knossos: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit…

Anaximandripulos: Was soll das denn schon wieder heißen?

Imiglykos: Wir gehen davon aus, dass es sich bei dir um einen Menschen handelt, aber es gibt andere Theorien.

Knossos: Genauer gesagt: eine.

Anaximandripulos: Ihr alten Bagaluten…

Imiglykos: Ruhig, Brauner!

Knossos: Alles wird gut…

Anaximandripulos: Das meinst du nur. Ein Mensch also. Habe ich am Ende auch noch tatsächlich gelebt?

Imiglykos: Tja…

Knossos: Da haben wir das nächste Problem.

Anaximandripulos: Wie bitte?

Imiglykos: Wir wissen es nicht.

Anaximandripulos: Ihr wollt mich fertig machen, ich hab’s immer geahnt!

Imiglykos: Um es kurz zu machen: Real? Jein.

Anaximandripulos: Ihr werdet euch noch wundern. Bin ich vielleicht eine Figur aus der Kunst oder Literatur oder dergleichen, die sich auf eine reale Figur bezieht?

Imiglykos: Bezieht?

Anaximandripulos: Also wie zum Beispiel Kafka im Film von Soderbergh, der mit dem echten Kafka ja nur im Ansatz identisch ist.

Knossos: Ich fürchte: nein.

Anaximandripulos: Es könnte auch die Verfilmung einer Biographie sein oder überhaupt nur das Bild einer realen Person.

Knossos: Ich bleibe beim Nein.

Imiglykos: Du verrennst dich immer tiefer in die Mumpe.

Knossos: Und außerdem bist du nicht mehr dran.

Imiglykos: Sondern ich.

Anaximandripulos: Dann frag!

Imiglykos: Ich bin nicht das Büchernörgele.

Knossos: Das müssen wir zugeben.

Anaximandripulos: Ungern zwar…

Imiglykos: Und auch nicht der Hurricane Catrina.

Knossos: Stümmt.

Imiglykos: Sondern… sondernsondernsondern… ich hab‘s: Wenn Catrina ein Furz gewesen wäre, bin ich der Mann (oder die Frau), aus dessen (oder deren) gigantischem After ich entwichen.

Knossos: Absurd.

Anaximandripulos: Mehr als abwegig.

Imiglykos: Das war wohl ein Nein. Du bist.

Knossos: Ich bin keine Seegurke.

Imiglykos: Wie du da schon wieder drauf gekommen bist.

Knossos: Ich bin überhaupt keine Gurke.

Anaximandripulos: Korrekt.

Knossos: Sondern ein Wirbeltier.

Imiglykos: Jetzt hängst du dich aber WEIT aus dem Fenster.

Anaximandripulos: Aber zu Recht.

Knossos: Ein Wirbeltier also. Jedoch kein Mensch.

Imiglykos: Bestimmt nicht.

Knossos: Und auch kein Vogel.

Imiglykos: Nein.

Knossos: Auch die Reptilien möchte ich hier ausschließen.

Anaximandripulos: Dann schließ mal schön.

Knossos: Also wenn mich nicht alles täuscht, ein Amphib oder ein nicht-menschliches Säugetier.

Anaximandripulos: War das eine Frage?

Knossos: Nicht wirklich… ich bin ein Säugetier.

Imiglykos: Respekt! Weiter so!

Knossos: Ein Fleisch- oder Allesfresser.

Anaximandripulos: Äääääääk!

Knossos: Ein Veggie - wie süß! Du bist dran.

Anaximandripulos: Ich weiß ja noch nicht besonders viel über mich. Kann ich es so formulieren: Mein Ontologischer Status ist komplex, hat also einen Realteil und einen Imaginärteil.

Imiglykos: Wenn du meinst, dass die Arithmetik dich hier weiterbringt, kannst du das.

Anaximandripulos: Gut. Dann befasse ich mich mal zunächst mit dem Realteil.

Knossos: Deine kühle Systematik macht mir Angst.

Anaximandripulos: Macht nichts. Eigentlich ist das sogar förderlich. Dann verplappert ihr euch.

Imiglykos: Da kannst du lange drauf warten.

Anaximandripulos: Mein Realteil also ist ein Mensch, wie wir vorhin festgestellt haben. Daraus schlussfolgere ich: Ich bin ein Platzhalter.

Knossos: Häh?

Anaximandripulos: Eine Funktion, die noch nicht eingenommen ist, die aber von einem Menschen ausgeführt werden kann.

Knossos: Sind wir das nicht alle?

Imiglykos: Gib mal ein Beispiel.

Anaximandripulos: Das erste Lebewesen auf dem Mars.

Imiglykos: Uff.

Knossos: Falsch!

Anaximandripulos: Das war ja nur ein Beispiel.

Knossos: Immer noch falsch. Weder Funktion noch Platzhalter.

Imiglykos: Ich würde vielleicht ein Jein geben. So schlecht war das gar nicht.

Anaximandripulos: Nicht schon wieder!

Imiglykos: Jein.

Knossos: Na gut.

Anaximandripulos: Dieser Meinungsverschiedenheit entnehme ich, dass ich gar nicht so falsch liege…

Knossos: Ein schlauer Fuchs, dieser Watson.

Anaximandripulos: … aber noch nicht ganz richtig. Projektieren wir den ganzen Schranz doch mal in die Vergangenheit. Ist es etwa so, dass ich eine Funktion vielleicht ausgeführt habe, vielleicht aber auch nicht, und wenn, könnte ich sie auch als Tier ausgeführt haben.

Anaximandripulos: Wie etwa Erich, der trommelnde Esel aus Kasachstan, der sein Geschmeiß am Taj Mahal hinterlassen hat, worauf sich die Fachwelt noch Jahrhunderte später fragte, ob dieser Koprolith…

Imiglykos: Es reicht, das ist widerlich!

Anaximandripulos: So etwa?

Knossos: Nein.

Imiglykos: Also…

Knossos: Nein. Und um fair zu sein: Gar nicht schlecht, aber nimmer ein Tier.

Anaximandripulos: Dann weiß ich doch schon eine ganze Menge und du bist dran.

Imiglykos: Auch ich bin kein trommelnder Esel aus dem kasachischen Kosakenreich des Siebzehnten Jahrhunderts.

Anaximandripulos: Jepp.

Imiglykos: Auch der traurige Tigerkopf aus „Dinner for One“ kommt nicht in Betracht, oder?

Anaximandripulos: Tut er nicht.

Imiglykos: Ebenso wie der Millennium Bug.

Anaximandripulos: Check.

Imiglykos: Also bin ich die Holzente, an der Colt Seavers schnitzt, wenn er in der Badewanne sitzt.

Anaximandripulos: Du benötigst dringend ärztliche Hilfe.

Knossos: Das war nämlich falsch.

Imiglykos: Och Menno!

Knossos: Ihr habt diesen Esel aus Kasachstan ins Spiel gebracht. Esel sind ja bekanntlich Pflanzenfresser.

Imiglykos: War das eine Frage?

Knossos: Nein. Gehe ich Recht in der Annahme, dass ich kein Esel bin?

Imiglykos: Jawohl.

Anaximandripulos: Und wie!

Knossos: Und erst Recht kein Pferd.

Imiglykos: Na gut.

Knossos: Überhaupt kein Nutztier.

Imiglykos: Das hättest du wohl gern.

Knossos: Ein Nutztier?!

Imiglykos: So ist es.

Anaximandripulos: Ich bin dran, hurra!

Knossos: War das eine Frage?

Anaximandripulos: Ich stelle fest, ich habe nichts ans Taj Mahal gekackt.

Knossos: Mit hundertprozentiger Sicherheit will ich das nicht ausschließen.

Imiglykos: Aber das wissen wir einfach nicht genau.

Anaximandripulos: Ich bin nämlich gar kein Tier, sondern ein Mensch, aber nur, wenn es mich wirklich gegeben hat. Abweichende Theorien sehen mich in einer anderen ontotheologischen Kategorie, die aber von unserem Wirklichkeitsverständnis, hier besser: Unwirklichkeitsverständnis, nicht unberührt bleiben.

Knossos: So kann man das sagen.

Anaximandripulos: Ich möchte im folgenden davon ausgehen, dass ich ein realer Mensch bin, und meine Fragen im Indikativ formulieren, um das Prozedere zu vereinfachen. Das Vielleicht meiner Existenz und das Nichtmenschliche denken wir uns mit und wenn es eine Rolle spielt, erwähne ich es explizit. Seid ihr damit einverstanden?

Knossos: War das eine Frage?

Anaximandripulos: Eine Bitte.

Knossos: Na gut.

Imiglykos: Mach schon!

Anaximandripulos: Habe ich etwas gebaut oder erfunden.

Knossos: Weder noch.

Anaximandripulos: Ups. Du bist.

Knossos: Und dafür jetzt dieser ganze Konjunktiv-Zinnober...

Imiglykos: Macht euch auf was gefasst, Freunde.

Anaximandripulos: Worauf?

Imiglykos: Auf meine Auflösung.

Anaximandripulos: Lachhaft!

Knossos: Schieß los!

Imiglykos: Ich bin das fliegende Spaghettimonster.

Anaximandripulos: Mit oder ohne h?

Imiglykos: Hä?

Anaximandripulos: Spaghetti nach alter oder neuer RS?

Imiglykos: Ich bitte dich! Die Nudel existiert vom Anbeginn der Zeit und verkörpert Konzept des ewig Seienden im Kosmos mit h – unabhängig von dem von Häretikern aufoktroyierten Ausfluss namens Orthographie! Also in der korrekten Schreibe.

Anaximandripulos: Pech gehabt.

Imiglykos: In der anderen denn?

Knossos: Auch nicht. Ich bin dran.

Knossos: Ich bin ein laktovegetarisches Nutztier, aber kein Equide.

Imiglykos: Wacker, der Mann!

Knossos: Also Kuh oder Schaf oder Ziege.

Imiglykos: Stümmt.

Anaximandripulos: Nun trau dich.

Knossos: Ich bin … Könnt ihr mal einen Trommelwirbel simulieren?

Anaximandripulos: War das eine Frage?

Imiglykos: Dafür ist es zu früh.

Knossos: Nein. Dann ohne Trommelwirbel. Ich bin… eine Kuh.

Imiglykos: Muh!

Anaximandripulos: Jawoll!

Knossos: Eine Kuh also. - Aber keine reale.

Anaximandripulos: Wie auch?

Knossos: Sondern eine literarische.

Imiglykos: Hmpf.

Anaximandripulos: Nicht im engeren Sinn.

Knossos: Also nein?

Imiglykos: Also jein.

Anaximandripulos: Könnte man so sehen.

Knossos: Danke schön. Halbliterarisch also, nicht jedoch ein grafischer Roman.

Anaximandripulos: Stimmt.

Knossos: Dann tippe ich auf Liedgut.

Imiglykos: Lied? Gut.

Knossos: Lieder über Kühe sind mir nicht ganz so geläufig. Ah – ich habe eine Idee: Ein Lied deutscher Zunge?

Imiglykos: Nee.

Knossos: Nicht?

Imiglykos: Nicht wirklich.

Anaximandripulos: Welches Kuhlied dachtest du denn?

Knossos: Die Kuh des Herrn Pastörs.

Imiglykos: Plietsche Idee eigentlich.

Anaximandripulos: Nächstes Mal vielleicht. Ich bin dran.

Knossos: So sieht’s aus.

Imiglykos: Stell die Frage!

Anaximandripulos: Mein ontologischer Status macht mich krank. Ich versuche es von andersrum.

Knossos: Aha.

Anaximandripulos: Ich bin nicht etwa Homer, oder doch?

Imiglykos: Das wäre zu simpel.

Anaximandripulos: Zunächst was einfaches: Stimmt es, dass mein Bekanntheitsgrad – unbeachtet der Tatsache, dass es mich vielleicht gar nicht gegeben hat – deutlich unter dem von, sagen wir Arnold Schwarzenegger liegt.

Knossos: Zumindest noch.

Imiglykos: Aber das kann sich ändern, wie so ziemlich alles einem ewigen Wandel unterworfen ist.

Knossos: Selbst der Wandel.

Anaximandripulos: Nur die Neverending Tour möchte ich davon aber ausgenommen wissen.

Knossos: Es muss auch Singularitäten geben.

Imiglykos: Ich würde eher von seltsamen Attraktoren im Phasenraum sprechen.

Knossos: Eher im Blasenraum.

Anaximandripulos: Oder der Blasenkammer, wie Dr. Urinstein sagen würde. Zurück zum Thema: Ihr wisst zwar nicht, ob ich existiert habe oder nicht, aber wenn ich existiert habe, bin ich ein Mensch und gehöre einem bestimmten Kulturkreis an.

Knossos: Das würde ich so in ungefähr bestätigen.

Imiglykos: Ich auch.

Anaximandripulos: Dem europäischen Kulturkreis?

Knossos: Nur sehr bedingt.

Imiglykos: Eher nicht.

Anaximandripulos: Was soll das den schon wieder heißen?

Knossos: Also ich geb ein Jein.

Anaximandripulos: Arrgh!

Knossos: Im Ernst, mach weiter.

Anaximandripulos: Ein Jein. Vielleicht weil ich von anderen Kulturkreisen adaptiert wurde, wie etwa ein Religionsstifter.

Knossos: Uff!

Imiglykos: Volltreffer!

Anaximandripulos: BIN ich ein Religionsstifter?

Knossos: Du meinst, wenn es dich wirklich gegeben hat?

Anaximandripulos: Waren wir uns nicht einig, diese Bedingung als Grundlage aller meiner Fragen implizit mitzudenken?

Knossos: Einigkeit ist per se nur temporär.

Imiglykos: Und mindestens zwei Schaltkreise unterhalb jeglicher Ontologie anzuordnen.

Anaximandripulos: Gut. Bin ich, wenn es mich wirklich gegeben hat, ein Religionsstifter?

Imiglykos: Stifter? Klares Nein.

Anaximandripulos: Wie schade. Du bist!

Imiglykos: Ich sollte mal etwas systematischer fragen. Bin ich auf dem Sgt. Peppers-Cover zu sehen?

Anaximandripulos: Kann ich nicht sagen.

Knossos: Müsste ich nachsehen.

Imiglykos: Ha – Amateure!

Anaximandripulos: Dann eine andere Frage: Habe ich eine gerade Anzahl von Extremitäten?

Knossos: Zählt der Kopf auch dazu?

Imiglykos und Anaximandripulos: NEIN!

Knossos: Dann ja.

Anaximandripulos: Gehe ich recht in der Annahme, dass ich mich nicht für eine Joghurt-Werbung hergeben würde?

Knossos: Aller Wahrscheinlichkeit nach ja.

Imiglykos: Dann bin ich das Tier aus dessen Rippe das Schnitzel entnommen wurde, das Robert de Niro spielen würde, wenn er müsste.

Anaximandripulos: Genial!

Knossos: Aber falsch.

Imiglykos: Wie schade!

Anaximandripulos: Du bist!

Knossos: Eine besungene Kuh, nicht deutsch.

Imiglykos: Das wissen wir bereits.

Knossos: Aber eine indoeuropäische Sprache.

Imiglykos: So ist’s.

Knossos: Nicht jedoch iberisch.

Anaximandripulos: Weiter!

Knossos: Überhaupt nicht romanisch.

Anaximandripulos: Weiter!

Knossos: Auch die skandinavischen Sprachen fasse ich nicht in die engere Wahl.

Imiglykos: Solltest du aber.

Knossos: Warum? War das falsch?

Imiglykos: Nein. Mach weiter.

Anaximandripulos: Nun sieh zu!

Knossos: So wie ihr drängelt, kann es sich nur um das Englische handeln.

Imiglykos: Bingo!

Knossos: Und jetzt wieder die Entscheidungsfrage: Britannien oder Amerika…

Imiglykos: Es gibt noch andere schöne anglophone Orte auf der Welt.

Anaximandripulos: Malta zum Beispiel.

Imiglykos: Oder den Tower von La Reunion.

Knossos: Quatsch nicht rum. Ich bin eine angelsächsische anglophone englische Kuh.

Imiglykos: Das ist falsch!

Anaximandripulos: Ich dagegen bin kein Religionsstifter.

Knossos: Nützt dir das was?

Anaximandripulos: Und wie! Such ich mal nach meiner Herkunft. Ich gehe davon aus, dass diese nicht europäisch ist.

Knossos: Zu recht.

Anaximandripulos: Auch nicht afrikanisch.

Imiglykos: Du bist kein Afrikaner.

Anaximandripulos: Und kein Australier.

Knossos: Korrekt.

Imiglykos: Wie ist es eigentlich mit der Antarktis?

Knossos: Viel zu kalt dort.

Anaximandripulos: Lenkt nicht ab! Ich bin Amerikaner.

Imiglykos: Und ich bin dran.

Anaximandripulos: Sauerei!

Imiglykos: Ich bin nicht GNTM.

Anaximandripulos: Zum Glück!

Imiglykos: Und auch nicht der Ozean Solaris.

Anaximandripulos: Du siehst marginal besser aus.

Imiglykos: Gut zu wissen. Also bin ich nicht der Weltraum-Herpes-Erreger aus „Krieg der Eispiraten“.

Anaximandripulos: Hä?

Imiglykos: Du kennst “Krieg der Eispiraten” nicht?”

Knossos: Unbedingt gucken! Gegenmittel unbekannt.

Anaximandripulos: Gegen Herpes?

Imiglykos: Weltraum-Herpes!

Anaximandripulos: Du bist kein Erreger.

Knossos: Höchstens der Gemüter.

Imiglykos: Dann bleibt eigentlich nur noch das Bitte-nicht-im-Stehen-pinkeln-Piktogramm.

Anaximandripulos: Meinst du.

Knossos: Wir kennen noch viel mehr.

Imiglykos: Kein Piktogramm?

Anaximandripulos: Nicht dieses jedenfalls.

Imiglykos: Verdammt! Ich war mir so sicher.

Knossos: Ich bin eine Kuh aus einem amerikanischen Lied.

Imiglykos: Du hast den Tower von La Reunion noch nicht ausgeschlossen.

Knossos: Das habe ich auch nicht nötig. Amerika!

Anaximandripulos: Auf den antarktischen Forschungsstationen wird auch Englisch gesprochen.

Knossos: Amerika!

Imiglykos: Ist ja gut.

Knossos: Und zwar weder Kanada noch die Falkländer-Inseln.

Imiglykos: Du kennst die berühmte falkländische Ballade, von Erich, dem kasachischen Esel, der sich nach dem Geschäft am Taj-Mahal mit der argentinischen Flagge das Gesäß reinigt, nicht.

Knossos: Kenn ich wohl, aber der ist ja keine Kuh.

Imiglykos: I konns zwar net leidn, die Preißn aber in-tel-lek-tu-ell sans uns schon iber.

Knossos: Wie meinen?

Anaximandripulos: Du bist immer noch dran.

Knossos: Amerikanisches Lied. Zeitgenössisch?

Anaximandripulos: So gerade eben.

Imiglykos: Wie gemein!

Knossos: Dann kann es nur von Kris Kristofferson oder von Bob Dylan sein. Johnny Cash ist zu lange tot.

Anaximandripulos: Stimmt.

Knossos: Und ich vermute mal, Großmeister Dylan hat keine Lieder über Kühe geschrieben.

Anaximandripulos: Hat er aber doch.

Knossos: Ich bin von Dylan?!

Imiglykos: Von keinem Geringeren.

Anaximandripulos: Zwar vom Meister persönlich, aber nicht mehr dran.

Knossos: Sondern du.

Anaximandripulos: Ich bin ein Asiat, aber kein Chinese oder Mongole.

Knossos: Richtig.

Imiglykos: Moment. Können wir das wirklich ausschließen?

Knossos: Können wir. Sonst macht die ganze Konstruktion keinen Sinn.

Anaximandripulos: Gut zu wissen. Ich mache also Sinn.

Knossos: Das kann man tatsächlich so sagen.

Imiglykos: Irgendwie jedenfalls.

Anaximandripulos: Dann taste ich mich einfach immer weiter Richtung Westen. Westlich von China also.

Knossos: Ja.

Anaximandripulos: Westlich von Indien auch?

Knossos: Schon.

Anaximandripulos: Aber nicht Russland.

Knossos: Nicht Russland.

Anaximandripulos: Vorderasien denn?

Knossos: Jawoll.

Anaximandripulos: Ich bin ein Araber oder Perser oder so?

Knossos: Tja. Damit liegst du falsch?

Anaximandripulos: Ein Jud etwa?

Knossos: Das kannst du später fragen.

Imiglykos: Ich bin nämlich dran. Und ich möchte feststellen: Ich bin nicht der Military Advisor aus Civ III.

Anaximandripulos: Wie du da schon wieder drauf gekommen bist.

Imiglykos: Ich bin gar kein zivilisatorischer Berater, auch nicht aus anderen Civ-Versionen.

Knossos: Nicht im Hauptberuf.

Anaximandripulos: Wolltest du nicht systematischer fragen?

Imiglykos: Das war doch eben hoch systematisch. Aber wenn ihr wollt, dann eben auf die harte Tour: Stehe ich im Lexikon der 1000 Irrtümer?

Knossos: Wissen wir nicht.

Anaximandripulos: Doch weiß ich. Tust du nicht.

Imiglykos: Du bluffst. Hol her!

Anaximandripulos: Beweise langweilen die Wahrheit nur.

Imiglykos: Dann stehe ich jetzt wohl im Lexikon der 1001 Irrtümer.

Anaximandripulos: Frag einfach weiter.

Imiglykos: Ich bin der amerikanische Double-Eagle.

Knossos: Ätsch! Bist du nicht.

Imiglykos: Bin ich wohl!

Knossos: Du bist nicht mal mehr dran, geschweige denn ein Adler.

Imiglykos: Knurr…

Knossos: Bei mir jedoch handelt es sich um eine von Dylan besungene Kuh.

Imiglykos: Das hast du nun davon!

Knossos: Und zwar immer wieder mit an enthusioorgasmotronische Befriedigung grenzendem, äh, Vergnügen.

Anaximandripulos: Viel Spaß!

Knossos: Tauche ich explizit im Stück auf?

Anaximandripulos: Wie wohl nicht?

Knossos: Etwa wie die Urheberkuh des Muhgeräuschs, das das lyrische Ich in The Mighty Quinn rezitieren kann.

Imiglykos: War das jetzt ne Frage?

Knossos: Eben nicht, die wollte ich ja ausschließen.

Imiglykos: Kannst du.

Anaximandripulos: Keine Urheberkuh.

Knossos: Bei Dylan ist ein strukturiertes Vorgehen angebracht…

Anaximandripulos: Aber letztlich zwecklos.

Imiglykos: Wie so vieles.

Knossos: Von wegen! Ich entstamme wohl nicht aus Dylans Frühwerk, oder?

Imiglykos: Definiere Frühwerk.

Anaximandripulos: Sag ich doch: Zwecklos.

Knossos: Frühwerk ist alles vor, sagen wir, Blonde On Blonde.

Anaximandripulos: Auf derartige unscharfe Betrachtungen lasse ich mich gar nicht ein.

Knossos: Jetzt auf einmal? Aber selbst unsere israelischen Freunde einfach aus dem vorderen Orient rausmobben wollen. Man möchte bösartige Methode vermuten.

Anaximandripulos: Was soll das denn heißen, du alter Zigeuner!

Imiglykos: Ihr schweift ab.

Knossos: Das liegt nicht an mir, sondern an den diskreditierenden Äußerungen jenes Subjekts dort.

Anaximandripulos: Also gut, um des lieben Friedens willen: Nicht früher als Blonde on Blonde.

Knossos: Na also, geht doch. Auch nicht aus dem Spätwerk, oder?

Anaximandripulos: Geht das schon wieder los..!

Knossos: Ich präzisiere: Postchristliche Phase.

Anaximandripulos: Das nennst du schon spät?! Du verkennst die Entwicklung von Infidels zu den akustischen Alben, den Einfluss der Traveling Wilburys sowie die zunehmende Explikation intertextueller Referenzen sowie die Lesebiographie des Individuums Dylan, die gerade in dem, was ich als Spätwerk bezeichnen würde…

Imiglykos: Gnade!!!

Anaximandripulos: Stüm-per-haft! Dilettantisch! Deine mengentheoretischen Implikationen sind doch völlig obsolet, wenn man auch nur in Erwägung zieht, dass bei der Singularität Dylan alles schon vorgedacht ist, auch die so genannte christliche Phase im der so genannten Frühwerk. Das muss ja noch nicht einmal bewusst geschehen sein. Wer will sich anmaßen, Time Out of Mind außerhalb von Zigtausenden von Jahren Geistesgeschichte zu betrachten? Wer da noch von scharfen Mengengrenzen daherschwafelt, macht sich doch zum Sklaven jener blutigen Mathematik, die Auschwitz und Hiroshima erst möglich gemacht hat!

Imiglykos: Von Tütensuppen und Modern Talking ganz zu schweigen.

Knossos: Spätwerk?

Anaximandripulos: Ich sollte mich weigern, derartigen pseudoobjektien Monismen das Wort zu reden, aber du hast Recht: Nicht aus dem…

Knossos: Sag es!

Anaximandripulos: … bäh! – Spätwerk.

Knossos: Das war dann wohl ein Ja. Aber auch kein christliches Lied, oder?

Anaximandripulos: Was soll das denn schon wieder sein?

Knossos: Dieser ganze Bibel- und Erweckungsscheiß!

Imiglykos: Language!

Anaximandripulos: Hättest du dich mal auf den einzig wahren Glauben besonnen, der auch schon von unserem Bruder Bob Dylan gepredigt wurde, so wärst du noch dran. So muss ich wieder raten.

Imiglykos: Mach et, Otze!

Anaximandripulos: Ich habe keinen blassen Schimmer. Ein Jude mit fragwürdigem ontologischen Status und Einfluss auf den europäischen Kulturkreis?

Imiglykos: Ich hätte es nicht besser zusammenfassen können.

Anaximandripulos: Aber jetzt nicht auch noch Dylan, oder?

Knossos: Bestimmt nicht. Der kommt übrigens auch nicht aus dem Orient.

Anaximandripulos: Verbürgt ist das nicht. Aber lassen wir es dabei bewenden. Wenn ich schon nicht Dylan bin, so doch zumindest einer ursprünglichen Glaubensgenossen.

Knossos: So weit waren wir schon.

Anaximandripulos: Kehren wir zu dem Religionsstifter- und Erweckungsscheiß zurück. Bin ich mit der Thora assoziiert?

Knossos: Sehr gut! Klares Ja!

Anaximandripulos: Wie toll! Ich habe immer noch keinen blassen Schimmer. Auch ich möchte jetzt mal die postmessianische Phase ausschließen.

Knossos: Du glaubst doch nicht, dass wir uns darauf einlassen.

Imiglykos: Ich schon. Und ich gebe dir Recht: ein vorchristlicher Jude.

Anaximandripulos: Wird im alten Testament von mir berichtet?

Imiglykos: Nicht direkt.

Knossos: Aber mindestens ein Jein wert.

Anaximandripulos: Ich schiebe! Ich muss nachdenken.

Knossos: Schieben geht nicht!

Anaximandripulos: Lautet mein Name Schlemil Abdullachem von Meinermüllerinski.

Knossos: Sicher nicht.

Anaximandripulos: Siehste. Und wie das geht!

Imiglykos: Hmpf… Ich bin weder das Sams noch Herr Knickbein.

Anaximandripulos: Du meinst Herrn Tischbein.

Imiglykos: Der bin ich auch nicht.

Anaximandripulos: Stimmt alles.

Imiglykos: Mir fallen keine sinnvollen Fragen mehr ein.

Anaximandripulos: Gib es überhaupt sinnvolle Fragen?

Imiglykos: Das will ich wohl meinen. Hier ist eine: Wurde ein Feiertag nach mir benannt.

Knossos: Wo?

Imiglykos: Irgendwo.

Knossos: Woher sollen wir das wissen?

Imiglykos: Ist euch einer bekannt?

Anaximandripulos: Ja.

Imiglykos: Ein Feiertag?

Anaximandripulos: Ja doch.

Imiglykos: Ich bin aber nicht der Weihnachtsmann.

Knossos: Dann hieße Weihnachten ja auch Weihnachtsmanntag.

Imiglykos: Das stimmt. Also bin ich St. Nimmerlein.

Knossos: Falsch.

Anaximandripulos: Der andere.

Imiglykos: Ach so. Du bist.

Knossos: Hatten wir nicht vorhin festgestellt, dass ich eine Kuh aus Dylans christlichem Œuvre darstelle.

Anaximandripulos: O doch, dem ist so, Knossos.

Knossos: Nun glaube ich, dass ein Jeder drei Möglichkeiten hat, eine Kuh zu bezeichnen, die sich im Wesen aber unterscheiden: So könnte ich sie erstens einfach mit dem Namen ihrer Art anreden, also „Kuh“ beziehungsweise „cow“ und damit auch keine besondere Aussage darüber treffen, welche Art Kuh nun wirklich gemeint ist.

Anaximandripulos: Wie könnte ich dir da widersprechen, Freund und Lehrer?

Knossos: Würdest du mir nicht auch zustimmen, wenn ich ins Feld führte, als zweite Weise der Bezeichnung stünde mir die genauere Spezifizierung etwa als Ochse, Milchkuh, Stier, Schwarzbunte, Holsteiner und so fort, offen?

Anaximandripulos: In vollem Maße Täte ich das.

Knossos: Und hätte der Bezeichnende wie der Liederschreiber nicht etwa als dritte und letzte Möglichkeit der Kuhbezeichnung die kuhunspezifische, etwa weil sie einen Namen trägt oder im Text als lyrischer Adressat auftaucht, und dem Zuhörer nur aus dem Zusammenhang der Worte sich erschließt, dass es sich hier um eine Kuh mit dem Namen, sagen wir mal, Tracy Chapman handelt?

Anaximandripulos: Eine vierte fiele mir nicht ein, großer Knossos.

Knossos: Mir auch nicht, wenn man den Fall, dass es eine Namensgleichheit zwischen der allgemeinen Bezeichnung der Art und der für die spezielle weibliche, also Milch gebende Kuh, für nicht zufällig hält, aber als solche für gegeben erachtet und nicht etwa eine vierte Weise der Bezeichnung annimmt.

Anaximandripulos: Deine Weisheit ist kaum zu übertreffen!

Knossos: Danke. Haben wir nicht somit bewiesen, dass also die letztgenannte Möglichkeit der Namensgleichheit eine merkbar erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass ich im Liedtext einfach als „cow“ bezeichnet werde, nach sich zieht.

Anaximandripulos: Du hast wohl gesprochen, Knossos.

Knossos: Und sehen wir nicht am scheinbar nur geringen Beispiele einer einfachen Kuh nicht klar und deutlich, dass nicht nur die Bezeichnung selbst eine Rolle spielt, sondern auch der Akt des Bezeichnens, über den wir soeben ausführlich gesprochen haben?

Anaximandripulos: Klarer und deutlicher ließe sich kaum irgendetwas erkennen.

Knossos: So ließe sich doch wohl folgern, dass das Bezeichnen in einem Werk wie dem von Bob Dylan, um einen hinreichenden Grad an Beachtung zu erfahren, es explizit besungen werden müsste.

Anaximandripulos: Wer sollte diese Folgerungen von sich weisen?

Knossos: Und ist es nicht weiterhin ganz offensichtlich, dass ein Lied der christlichen Phase Dylans von weiteren sich zu derselben Heilslehre bekennenden amerikanischen Folkloristen neu interpretiert zu werden gekonnt hätte haben sein können?

Anaximandripulos: Nicht einmal Meister Dylan selbst könnte dagegen das Wort erheben.

Knossos: Wenn wir also annähmen, einer dieser Nachsänger wäre der selige Townes Van Zandt, würdest du behaupten, wir hätten uns in vom logischen Standpunkt her gefährliche Gefilde bewegt?

Anaximandripulos: Knossos, niemals!

Knossos: Wie gefiele dir dann die Schlussfolgerung, ein Lied, das eine Milchkuh besingt, das Bezeichnen zum Thema macht und zuallerletzt von Townes Van Zandt nachgesungen wurde, mit der größten Wahrscheinlichkeit eben jenes Stück darstellt, in dem meine Identität verborgen liegt?

Anaximandripulos: Eine solche Folgerung wäre an Überzeugungskraft wie auch in gedanklicher Anmut ohne Beispiel.

Knossos: Dann möge die Nachwelt richten und mich als hoffärtigen Sophisten abtun, wenn ich in billigem Vertrauen auf die Logik behaupte, meine Identität sei die der Milchkuh in Man Gave Names to All the Animals.

Anaximandripulos: In tiefster Demut beugen wir unser Knie und unsere Großhirnrinde vor dir, o Knossos…

Imiglykos: … und erklären dich zum Sieger dieser Raterunde.

Knossos: Dafür bist du dran.

Anaximandripulos: Na toll. Das Alte Testament ist ein heißer Tipp, wenn ich’s recht verstehe.

Imiglykos: Und wer kennt sich darin besser aus als du?

Anaximandripulos: Was mir aber wenig nützt, denn explizit tauche ich nicht auf.

Knossos: Richtig.

Anaximandripulos: Ich bin auch kein Autor eines Buchs, der aber nicht Gegenstand seines Buchs ist.

Imiglykos: Nein, bist du nicht.

Anaximandripulos: Ich bin vielleicht der Autor der Bücher Mose, denn da darin über Moses Tod berichtet wird, kann es ja nicht Moses selbst sein.

Imiglykos: Höchstens zufällig.

Knossos: Wahrscheinlich aber nicht.

Anaximandripulos: Dann bin ich entweder der Jahwist oder der Priester als eine der Hauptquellen des Pentateuch.

Imiglykos: Höchstens zufällig.

Knossos: Wahrscheinlich aber immer noch nicht.

Anaximandripulos: Dann bin ich nicht mehr an der Reihe.

Imiglykos: So jetzt ist es leicht. Ich bin Guy Fawkes.

Knossos: Warum?

Imiglykos: Das wird er sich spätestens am Galgen auch gefragt haben. Aber eine derart offene Frage kann in diesem Spiel nicht beantwortet werden.

Anaximandripulos: Und ist auch ohne Relevanz. Glückwunsch zum Zweiten. Ich werde noch mal ein Getränk aufbrühen.

Imiglykos: Moment! So billig entziehst du dich nicht deiner Verantwortung. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wer du bist.

Knossos: Weiterraten, aber zack!

Anaximandripulos: Ich fürchte ja, mit derart vielen Unbestimmtheitsrelationen besetzt bin ich sowieso ein quantenmechanisches Objekt und somit von sich aus nicht feststellbar. Würde ich tatsächlich meine Identität herausbekommen, zumal als letzter, wäre die Raterunde und damit meine Identität sozusagen ex post wieder getilgt. Das macht das Tun müßig.

Imiglykos: Wie viel weniger müßig wäre da eine Tasse heißen Kaffees.

Knossos: Na gut, ihr habt mich überzeugt. Her mit dem Gesöff!

Anaximandripulos: Nicht so voreilig. Wer bin ich denn nun?

Knossos: Das willst du gar nicht wissen.

Anaximandripulos: Und ob!

Knossos: Ehrlich?

Anaximandripulos: Ehrlich.

Knossos: Also gut. Du bist der Redakteur...

Imiglykos: … dem bekanntermaßen nichts zu schwör ist.

Anaximandripulos: Hilf mir auf die Sprünge.

Imiglykos: Du bist jener Redakteur, der die Psalmen zum Psalter gemacht hat.

Anaximandripulos: Aha...?

Imiglykos: Seine Existenz ist nicht bewiesen: Hat überhaupt ein Mensch die Texte gesammelt und reidigiert, sind sie per Zufall so angeordnet worden oder war es göttliches Wirken? Die Forscher streiten sich. Und die Pfaffen vertreten keine relevante Position.

Anaximandripulos: Ich verstehe… Denkt dran, meine Rache wird furchtbar sein, und ich habe jetzt Zeit, eure Folgeidentitäten zu ersinnen.

Knossos: Das ist der Wettkampfgeist, den unsere Zeit braucht..

Imiglykos: Wohl gesprochen! Ab in die Küche und wir denken uns was Schweres aus.

Knossos: Das war schließlich nur eine Aufwärmrunde.

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