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Hallo Freunde! Ihr habt euch sicher gefragt, warum ich mich so lange nicht gemeldet habe. Eigentlich wollte ich nur mal das neue ganzheitliche Emphase-Konzept austesten, von dem jetzt alle reden, aber das hat sich hingezogen. Die erste Station war sicher ein Härtetest: drei Tage im SchmerzWerk von Dr. Agonius Pain, danach hätte ich fast abgebrochen. Aber die Folgewoche im Hutzelrieder Hop­fenparadies entschädigte mich für manche Blessur, die ich vorher erdulden musste. Gott in Frank­reich wäre neidisch geworden. Im Anschluss eine Übung in konzentrierter Langeweile – ich hatte das Modul zur modernen skandinavischen Fernsehkomödie gewählt und wäre beinahe rausgeflogen, als ich am dritten Tag eine Diskussion über poststrukturalistische Deutungansätze von Zaun brechen wollte. Zur Strafe musste ich einen Tag lang Steingärten harken und bei Rhabarberschorle und Knäckebrot ein Referat über das Sptäwerk von Alexander-Wilhelm-Moritz von Schießmichtot ausar­beiten. Das half. Danach war ich bestens gewappnet für den letzten Kurs in Charlies Verschlusslaut­kombüse. Ach, war das herrlich! Es britzte, bratzte, flotzte, plockte, flockte, flankte, strupfte und rapf­te, dass es eine Freude war! Doch diese emotionale Achterbahnfahrt während der vier Stationen blieb nicht ohne Folgen: Die begleitende Medikamentengabe erforderte eine abschließende strenge Entgiftung und Entwöhnung in einer anthropophonischen Spezialklinik, wo ich gegen einen geringen Aufpreis an der berühmten Bartnelken-Chroeographie nach Elisabeth Flörke-Knipphausen teilneh­men durfte. Und auch meine Aquarelle können sich sehen lassen. Danach fühlte ich mich zwar im­mer noch nicht nicht wie ein richtiger Künstler, aber doch wie ein besserer Mensch. Ich war ein bes­serer Mensch geworden und zwar ein ganzheitlicher. Und diesmal habe ich auch vor, es zu bleiben und nicht wieder in die alten Muster aus Arbeiten, Schlafen, Fernsehen, auf Motorhauben kotzen und so weiter zurückzufallen, allein weil der ganze Spaß bummelig zweitausend Tacken gekostet hat. Und was habt ihr so in den Ferien getrieben?

08/2018

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